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Lernort Förderschule mit breitem Angebot – Bildungsstaatssekretärin Bettina Brück besucht Förderschule St. Martin in Düngenheim

„Die Förderschule St. Martin ist eine wirklich ganz besondere Bildungsstätte. Hier erhalten Kinder und Jugendliche mit Behinderungen passgenaue sonderpädagogische Bildungsangebote auf ihrem schulischen Bildungsweg. Sie erwerben individuelle Kompetenzen und werden auf ihrem Weg zu beruflicher und gesellschaftlicher Teilhabe individuell unterstützt.“ Tief beeindruckt zeigte sich Bildungsstaatssekretärin Bettina Brück nach einem Besuch der Förderschule St. Martin in Düngenheim (Landkreis Cochem-Zell) von den vielfältigen und auf die individuellen Bedarfe abgestimmten schulischen Angeboten.

Schulleiterin Uta Widmayer, die die knapp 120 Schülerinnen und Schüler zählende Förderschule seit April 2022 mit großem Engagement führt, zeigte der Staatssekretärin bei einem Rundgang die verschiedenen Einrichtungen der Ganztagsschule. Dort werden Kinder mit den Förderschwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung unterrichtet. Die 17 Klassen verteilen sich auf die Standorte Düngenheim (14) und Kaisers­esch (drei), wo die Infrastruktur auf die dort angesiedelten Werkstufen-Klassen abgestimmt ist. Die Schule ist Teil des Bildungs- und Pflegeheims St. Martin in der Trägerschaft der St. Hildegardishaus gGmbH, Jugend- und Behindertenhilfe. Sie bietet verschiedene Leistungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen an, einschließlich besonderer Wohnangebote.

„Sehr angetan bin ich von dem großen Augenmerk auf den Übergang in den Beruf“, sagte Brück weiter. „Schulische Berufsorientierung ist ein bedeutender Schwerpunkt im Unterricht. Schülerinnen und Schüler werden dabei unterstützt, ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen zu entdecken und Vorstellungen über ihren Weg in eine berufliche Tätigkeit zu entwickeln. Den Schülerinnen und Schülern werden vielfältige Praxiserfahrungen ermöglicht, sowohl im Unterricht als auch in verschiedenen Berufspraktika. Dazu arbeitet die Schule mit Werkstätten für behinderte Menschen und Betrieben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zusammen. Im Hinblick auf Selbstständigkeit und Teilhabe gehört dazu auch das Verkehrssicherheitstraining oder das Training der Nutzung des ÖPNV.“ Das pädagogische Konzept der Schule verfolgt das Ziel, dass die jungen Menschen nach ihrem Schulabschluss so selbstständig wie möglich leben können – sowohl in der Arbeit, bei der Freizeit und in ihrer Wohnsituation.

Dem Schulträger ist Inklusion ein wichtiges Anliegen; die sonderpädagogische Fachkompetenz der Förderschullehrerinnen und Förderschullehrkräfte an der St. Martin Förderschule soll den Schülerinnen und Schülern an anderen Lernorten zugutekommen. Entsprechend nimmt die Förderschule St. Martin seit mittlerweile fast neun Jahren die Aufgabe als Förder- und Beratungszentrum (FBZ) für den Landkreis Cochem-Zell wahr und koordiniert damit das sonderpädagogische Netzwerk des Landkreises. „Sie ist die einzige Förderschule in privater Trägerschaft, die diesen Auftrag wahrnimmt. Auch das zeigt das besonderes Engagement für die Belange junger Menschen mit Behinderungen“, betonte Staatssekretärin Brück.

Dass Inklusion dem Schulträger ein Anliegen ist, zeigt sich daran, dass die Grundschule als Schwerpunktschule beauftragt ist und dauerhaft inklusiven Unterricht anbietet.

„Für uns ist die Förderung der Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler ein sehr wichtiges Ziel in unserer Arbeit“, sagte Schulleiterin Uta Widmayer. „Dies kann nur durch individuelles Lernen erfolgen. Jeder Schüler und jede Schülerin wird dort abgeholt, wo sie oder er gerade steht und dann weiter gefördert. Dies in allen Lebensbereichen unserer Schülerinnen und Schüler, sei es in der Arbeit in den Kulturtechniken, in der Freizeitgestaltung, in der Vorbereitung auf den Beruf und nicht zuletzt in der religiösen Bildung, denn die St. Martin Förderschule ist eine Bekenntnisschule.

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