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„Sprache lernt man am besten durch gemeinsames Sprechen“ – Sprachprogramm „Mit Kindern im Gespräch“ wird intensiviert

Das Programm „Mit Kindern im Gespräch“ unterstützt pädagogische Fachkräfte in Kitas und Schulen dabei, Kinder im Alltag noch besser zum Sprechen und Denken anzuregen. Die neuen Impulskarten und ein dazugehöriges digitales Begleitheft erweitern die bereits vorhandenen Materialien und unterstützen, in alltäglichen Situationen Sprache zu lernen. „Sprache lernt man am besten durch gemeinsames Sprechen. Das Programm ‚Mit Kindern im Gespräch’ ist ein wichtiger Baustein für die alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung. Nachdem bereits alle Grundschulen die neuen erweiternden Materialien erhalten haben, bekommen nun die Kitas ebenso die für sie passenden Impulskarten und das Begleitheft“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Für die Anschaffung in den Kitas stellt das Ministerium rund 100.000 Euro bereit.
Symbolbild: Kitakinder mit einer Erzieherin auf dem Boden sitzend. Die Erzieherin zeigt den Kindern Buchstabenkarten.

Die neuen wissenschaftlich erarbeiteten Materialien sind zugleich Teil des Neun-Punkte-Plans, mit dem Rheinland-Pfalz die Basiskompetenzen stärkt. Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig betont: „Damit alle Kinder in Rheinland-Pfalz mit gleich guten Chancen in ihre Bildungslaufbahn starten, müssen sie gut lesen, schreiben und rechnen können. Sprache ist nicht nur eine entscheidende Grundlage für alle weiteren schulischen Inhalte, sondern ebenso für eine selbstbestimmte Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit. Die neuen Impulskarten sind dafür ein wichtiger Baustein.“

„Mit Kindern im Gespräch“ ist ein Fortbildungskonzept, das pädagogische Fachkräfte dabei unterstützt, Situationen zu erkennen, in denen Sprachelernen und Sprechen gezielt gefördert werden können. Kinder sollen den Raum haben, um Erfahrungen, Meinungen und Gedanken im Gespräch zu äußern und so Wertschätzung zu erfahren. An diesen Gesprächen beteiligen sich Kinder häufig intensiver und bauen auf diese Weise ihre Sprachfähigkeiten aus. Die Materialien lassen sich zum einen in Weiterbildungen verwenden, eignen sich aber ebenso für das Selbststudium der Fachkräfte.

„‚Mit Kindern im Gespräch‘ ist eine rheinland-pfälzische Erfolgsgeschichte. Nachdem die Pädagogin Prof. Dr. Gisela Kammermeyer das Programm 2017 an der Universität Landau entwickelte, haben wir es allen Kitas, Horten, Fachschulen, Bildungsträgern und Fachberatungen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Wirksamkeit hat sich bereits in verschiedenen Studien bewährt und nicht zuletzt hat auch die Ständige Wissenschaftliche Kommission das Programm ‚Mit Kindern im Gespräch‘ positiv hervorgehoben“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Das Programm ist darüber hinaus an Grundschulen im Einsatz und verzahnt Schulen und Kitas so miteinander. Grundschulen können nahtlos und systematisch an die Sprachbildung und -förderung in den Kitas anknüpfen.

Mehr Informationen zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung in der Kita gibt es auf unserer Internetseite: https://bm.rlp.de/unsere-schwerpunkte/sprache#c16791

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Bildung, Kita, Sprache

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