Vierfach erfolgreich: Rheinland-pfälzische Universitäten überzeugen mit ihren Projekten zur digitalen Lehrerbildung

Gute Nachrichten für die Hochschullandschaft in Rheinland-Pfalz: Sämtliche rhein-land-pfälzische Universitäten in Kaiserslautern, Koblenz-Landau, Mainz und Trier sind in die neue Förderrunde aufgenommen. In der neuen Förderrunde der „Qualitätsof-fensive Lehrerbildung“ profitieren bundesweit 64 Hochschulen, das hat das Auswahl-gremium jetzt bekannt gegeben. Die geförderten Projekte arbeiten in den beiden Themenfeldern „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ und „Lehrerbildung für berufli-chen Schulen“.

„Das ist ein Beleg für die Qualität der Lehre in Rheinland-Pfalz und wir freuen uns sehr darüber, dass das wissenschaftliche Auswahlgremium die Wertigkeit und die Potentiale der Projekte unserer Universitäten zur Lehrerbildung anerkennt und eine Förderung zusagt“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf heute in Mainz.

Die Technische Universität Kaiserlautern verknüpft die Themenbereiche Digitales und Lehrerbildung an beruflichen Schulen im Projekt BBS@U.EDU mit dem Ziel der Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette für berufsbildende Schulen. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz arbeitet im Netzwerk mit der Technischen Universität Darmstadt, der Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd und der Universität Kassel  an Konzepten zur integrierten Didaktik im Projekt TWIND: Technik- und Wirtschaft. Die Universität Koblenz-Landau erarbeitet im Projekt WeLT webbasierte Lern-Tools für die Lehrpersonenbildung. Und auch die Universität Trier setzt auf digitale Lehrerbildung mit „TRIGITALpro: Digitalisierungsbezogene Professionalisierung in der Lehrerbildung“.

„Um die Potentiale der Digitalisierung an den Schulen im Sinne der Schülerinnen und Schüler zu nutzen, braucht es vor allem digital gebildete Lehrerinnen und Lehrer. Das ist angesichts der schnellen Entwicklungen in diesem Bereich und eines Gesamtkollegiums von rund 41.000 Lehrkräften in Rheinland-Pfalz eine Mammutaufgabe, die aber gelingen kann. Neben einem breiten Fortbildungsangebot setzen wir dazu auf integrierte Konzepte zur digitalen Lehrerbildung in allen Phasen der Lehrkräfteausbildung – an den Hochschulen, im Vorbereitungsdienst und an den Schulen“, so Bildungsministerin Hubig.

 

„Dass alle rheinland-pfälzischen Universitäten in diesem bundesweiten Wettbewerb erfolgreich sind, freut mich sehr. Es macht nochmals besonders deutlich, dass die Lehrerbildung an allen Standorten eine hohe Bedeutung einnimmt. Dank ihrer Leistungsfähigkeit können in allen Regionen des Landes hochqualifizierte Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet werden. Von den nun geförderten Projekten verspreche ich mir in der Lehrerausbildung einen weiteren Qualitätsschub bei der Vermittlung von digitalen Kompetenzen, von denen künftige Generationen von Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden profitieren werden“, so Wissenschaftsminister Konrad Wolf.

Das Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ wurde 2015 von Bund und Ländern aufgesetzt, um Innovationen in der Lehrerbildung zu fördern. Insgesamt 500 Millionen Euro umfasst das Fördervolumen des Programms, das bis 2023 läuft. Zuletzt wurde eine neue Förderrunde mit bis zu 79 Millionen Euro aufgesetzt, die sich den Förderschwerpunkten „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ sowie der „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“ widmet. Die Auswahl der geförderten Projekte oblag einer 18-köpfigen Fachjury.