Sprachkurse für Kinder und Jugendliche in AfAs erstmals auch in den Ferien

Die Feriensprachkurse für Kinder und Jugendliche in Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes wurden in diesen Sommerferien deutlich ausgeweitet. Durchgeführt werden sie von Dozentinnen und Dozenten der Volkshochschulen. Ermöglicht wird dies durch ein neues Kooperationsprojekt des Integrationsministeriums und des Bildungsministeriums mit dem Landesverband der Volkshochschulen.

„Die intensive Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland Zuflucht suchen, ist eine Investition in die Zukunft. Dadurch verhelfen wir ihnen zu guten Startbedingungen. Um die Sprachförderung zu intensivieren und zu verstetigen, bauen wir die Förderung in unseren Erstaufnahmeeinrichtungen jetzt auch über die Ferienzeiten hinweg aus“, betont Integrationsministerin Anne Spiegel. Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig ergänzt: „Kinder aus Krisengebieten sollen so schnell wie möglich gut Deutsch lernen. Denn das Erlernen der deutschen Sprache ist ein entscheidender Baustein für die Integration und die Basis dafür, dass Kinder ihren Bildungsweg erfolgreich fortsetzen können. Das neue Angebot soll ihnen den Start in der Schule erleichtern. Dort wird die Deutschförderung dann intensiv fortgesetzt.“

Die Ferien-Sprachkurse, die bis zu 40 Unterrichtsstunden umfassen, werden vom Integrationsministerium mit rund 10.000 Euro finanziert und vom Bildungsministerium gemeinsam mit dem Landesverband der Volkshochschulen organisiert. Sie werden in den Aufnahmeeinrichtungen Trier, Hermeskeil, Ingelheim, Kusel sowie in den AfA-Außenstellen Bitburg und Diez angeboten. 

Für Schülerinnen und Schüler, die bereits in Kommunen leben und die kein oder nur wenig Deutsch sprechen, wurden in den Oster- und den Sommerferien insgesamt 493 Feriensprachkurse in Deutsch angeboten. Hierfür stellten das Bildungs- und das Integrationsministerium zusammen in diesem Jahr bisher mehr als 510.000  Euro zur Verfügung.