Schulen aus Rheinland-Pfalz machen Erinnerung sichtbar / Hubig: Schule muss weiter daran arbeiten, zu erinnern, zu mahnen und zu gedenken

„Am morgigen Freitag jährt sich die Pogromnacht von 1938 bereits zum 80. Mal. Die Erinnerung an diese schrecklichen und menschenverachtenden Verbrechen ist auch heute noch schmerzhaft – und das muss sie auch sein.

Es liegt in unserer Verantwortung, dass der Holocaust und die Schrecken des Nationalsozialismus niemals in Vergessenheit geraten. Umso mehr freue ich mich, dass unsere Schulen intensiv daran arbeiten, zu erinnern, zu mahnen und zu gedenken. Es geht bei der Erinnerungsarbeit vor allem auch darum, sich gegen den Rassismus und Antisemitismus von Heute und Morgen zu stellen“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Beim Wettbewerb „Erinnerung sichtbar machen: 80 Jahre Reichspogromnacht“, der im Frühjahr 2017 von der „Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet“ ausgerufen wurde, waren Schülerinnen und Schüler dazu aufgerufen, in ihrer Stadt nach Spuren des ehemaligen jüdischen Lebens zu suchen. Die Informationen – wie historisches Bildmaterial, selbst verfasste Texte, Video- und Audiobeiträge – wurden dann in einer Datenbank gesammelt und machen so die Geschichte über das Smartphone vor Ort erlebbar. Unter den 26 eingereichten Projekten wurden gleich zwei rheinland-pfälzische Schulen mit einem Preis ausgezeichnet: Das Willigis-Gymnasium in Mainz konnte mit seinem Filmbeitrag den mit 5000 Euro dotierten 1. Platz belegen. Das Rabanus-Maurus-Gymnasium, ebenfalls in Mainz, erhielt für den 4. Platz ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.

„Ich gratuliere den Schülerinnen und Schülern sowie den betreuenden Lehrkräften ganz herzlich. Mit ihrem Engagement haben Sie einen wichtigen Beitrag zur aktiven Erinnerungskultur geleistet. Ihr Einsatz gegen das Vergessen und für das mahnende Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verdient die höchste Anerkennung. Bedanken möchte ich mich auch bei den Lehrkräften, die die Schülerinnen und Schüler bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt haben. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass die Schulen in Rheinland-Pfalz ein zentraler Ort der Auseinandersetzung mit der Geschichte sind und bleiben“, so die Ministerin.

Weitere Informationen zum Wettbewerb „Erinnerung sichtbar machen: 80 Jahre Reichspogromnacht“ erhalten sie unter www.zum.de/portal/Erinnerung-sichtbar-machen-80-Jahre-Reichspogromnacht-2018.