Schule wird nachhaltiger! Runder Tisch von Landesschüler*innenvertretung und Bildungsministerium tagt erstmals in Mainz

„Schule in Rheinland-Pfalz wird nachhaltiger. Kleine wie große Schulen sollen sich auf den Weg machen können – dafür haben wir heute gemeinsam den Grundstein gelegt“, erklärten Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig sowie Lucas Fomsgaard und Miriam Weber von der Landesschüler*innenvertretung nach dem 1. Runden Tisch „Schule. Nachhaltig. Gestalten.“ am Mittwochnachmittag in Mainz.

„Die Idee zum Runden Tisch kam uns nach einem Treffen mit Bildungsministerin Stefanie Hubig im März. Wir tauschen uns regelmäßig aus und hatten auch von uns aus das Bedürfnis über Klimaschutz und Nachhaltigkeit in den Schulen zu sprechen“, erklärte Lucas Fomsgaard. „Ich wollte mit den Schülerinnen und Schülern über ihr Engagement bei Fridays for Future reden. Klimaschutz ist eines der drängendsten Themen unserer Zeit. Deshalb gilt es jetzt gemeinsam zu handeln, und zwar in unserem Verantwortungsbereich Schule. Ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam entschieden haben, alle an Schule Beteiligten einzuladen, um dann zusammen zu überlegen, was wir tun können“, ergänzte die Bildungsministerin.

Nach Mainz eingeladen waren unter anderem die Vertreterinnen und Vertreter der Hauptpersonalräte aller Schularten, die Kommunalen Spitzenverbände, die DGB Jugendpolitiker, der Landeselternbeirat sowie Expertinnen und Experten aus Umwelt- und Bildungsministerium sowie des Pädagogischen Landesinstituts. In drei Workshops zu den Themen Unterricht, Organisatorisches und Infrastruktur erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Mittwochnachmittag Handlungsempfehlungen und Ideen, wie Schulen in Rheinland-Pfalz nachhaltiger werden können. „Das fängt beispielsweise damit an, dass ein Schulgarten angelegt oder der Müll getrennt wird und geht über verschiede Projekte und Aktionstage hin bis zu einem Übereinkommen, dass sich eine Schulgemeinschaft auf nachhaltige Schulwege festlegt, also: Man nimmt das Fahrrad oder den ÖPNV statt mit dem Auto zur Schule zu fahren bzw. gefahren zu werden“, erläuterte Miriam Weber. „Gemeinsam haben wir viele gute Ideen erarbeitet“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und betonte: „Jetzt geht es darum, das Ganze zu systematisieren und zu bündeln. Ziel ist, dass wir bei einem zweiten Runden Tisch einen Maßnahmenkatalog präsentieren, anhand dessen sich alle Schulen aber auch das Bildungsministerium selbst auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit machen können.“

Perspektivisch soll es dann eine Umweltplakette der Landesschüler*innenvertretung geben, die Schulen bekommen, die eine gewisse Anzahl von Punkten aus dem Maßnahmenkatalog erfüllen. „Mit der Idee der Umweltplakette wollen wir als Landesschüler*innenvertretung ganz bewusst alle Schulen in Rheinland-Pfalz ansprechen. Sie steht dabei in keiner Konkurrenz zu der sehr umfangreichen BNE-Zertifizierung, die das Bildungsministerium vergibt. Vielmehr wollen wir einen starken Anreiz schaffen, dass sich alle Schulen, mit kleinen oder mit großen Schritten – und jede nach ihren Möglichkeiten, in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit bewegen können“, so Lucas Fomsgaard abschließend.