„Respekt. Bitte!“ – Kein Platz für Mobbing und Gewalt an Schulen / Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig informiert sich über Präventions- und Hilfsangebote

„Die Würde des Menschen ist unantastbar oder: Jeder hat ein Recht auf Respekt – das gilt auch für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die Eltern. Als Arbeitgeber hat das Land dabei eine besondere Sorgfaltspflicht gegenüber seinen Lehrerinnen und Lehrern – und die wird in Rheinland-Pfalz ernst genommen. ...

„Die Würde des Menschen ist unantastbar oder: Jeder hat ein Recht auf Respekt – das gilt auch für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die Eltern. Als Arbeitgeber hat das Land dabei eine besondere Sorgfaltspflicht gegenüber seinen Lehrerinnen und Lehrern – und die wird in Rheinland-Pfalz ernst genommen. Der schulische Alltag stellt die Lehrkräfte immer wieder vor neue Herausforderungen und birgt auch Konflikte. Ziel unseres breiten Angebots an Information, Prävention und Hilfestellung ist es, Lehrerinnen und Lehrer stark zu machen und ihnen Beratung und Unterstützung zu bieten“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig anlässlich der Aktionstage „Respekt. Bitte!“, mit denen die Landesregierung, der DGB Rheinland-Pfalz/Saarland und der DBB Rheinland-Pfalz ein Zeichen gegen körperliche und seelische Gewalt an Beschäftigten im öffentlichen Dienst setzen.

Im Rahmen der Aktionstage besuchte die Bildungsministerin eines der schulpsychologischen Beratungszentren in Bad Kreuznach. Mit den 14 regionalen Beratungszentren landesweit, die dem Pädagogischen Landesinstitut (PL) angegliedert sind, steht ein Angebot bereit, das in besonderen Belastungssituationen im Kontext Schule unbürokratisch und schnell zur Seite steht.

„Die Beratungszentren sind überall im Land installiert, damit die Schulen kurze Wege und einen direkten Draht haben. Weil wir von der guten und wichtigen Arbeit unserer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen überzeugt sind, haben wir das Angebot  bereits im Jahr 2017 um sieben auf nun insgesamt 62 Stellen landesweit ausgebaut“, erklärte Stefanie Hubig.

Groß geschrieben wird in Rheinland-Pfalz vor allem die Präventionsarbeit: Bereits in Studium und Vorbereitungsdienst befassen sich angehende Lehrerinnen und Lehrer mit der Thematik „Gewalt im Schulalltag“ und werden in verschiedenen Lerneinheiten und Modulen trainiert. Die Studienseminare für die Lehrämter bieten gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern Veranstaltungen zu verschiedensten Themen wie Lehrergesundheit oder dem Umgang mit Belastungen und Deeskalation an. Das PL veranstaltet außerdem Fortbildungen – etwa zu Streitschlichtung oder Gewaltprävention, die sich an die Schülerinnen und Schüler richten – und steht Lehrkräften und Schulleitungen darüber hinaus beratend zur Seite, wie mit Konflikten im beruflichen Alltag umgegangen werden kann und wie erfolgreiche Prävention gelingt. Auch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion bietet den Schulen vielfältige Hilfestellung und Beratung in konkreten Problemlagen. Dort wird gerade auch eine neue Handreichung zum Thema Gewalt an Schulen erarbeitet.

Bundesweit einzigartig ist das an die Mainzer Universitätsmedizin angeschlossene Institut für Lehrergesundheit. Neben arbeitsmedizinischer Vorsorge gehört auch die individuelle Beratung von Lehrkräften und Schulleitungen zu den Aufgaben des vom Land finanzierten Instituts. Neben dem Sitz des Instituts in Mainz verfügt gibt es auch „mobile Einheiten“, die es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglichen, vor Ort in den Schulen beziehungsweise in regionalen Sprechstunden präsent zu sein. Damit ist Rheinland-Pfalz im Ländervergleich führend bei der arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung von Lehrkräften.

„Ein respektvolles Miteinander ist die Grundlage dafür, dass unsere Gesellschaft gelingt. Das müssen wir unseren Kindern und Jugendlichen mitgeben – im Elternhaus und selbstverständlich auch in den Kitas und Schulen. Unsere Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher, erfüllen Worte wie Respekt, Toleranz, Miteinander oder Engagement  jeden Tag mit Leben und  dafür bedanke ich mich herzlich!“, so die Ministerin abschließend.