Portugiesisch in Rheinland-Pfalz: Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann trifft den portugiesischen Botschafter

„In Rheinland-Pfalz lernen etwa 430 Kinder und Jugendliche Portugiesisch im Rahmen des Herkunftssprachenunterrichts. Die größten Zentren sind dabei Mainz und Kaiserslautern. Sprachenlernen stärkt nicht nur die eigene Identität, es bietet den Kindern und Jugendlichen später auch auf dem Arbeitsmarkt entscheidende Vorteile“, sagte Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann beim Treffen mit dem portugiesischen Botschafter João Mira Gomes, der am Dienstagvormittag nach Mainz gekommen war, um über Bildungspolitik und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu sprechen.

„Ich möchte Ihnen danken, dass Sie Portugiesisch in Rheinland-Pfalz lehren und unsere Zusammenarbeit gerne ausbauen“, sagte João Mira Gomes und lobte die gute Bildungsarbeit im Land. „Wir arbeiten gerade an einer E-Learning-Plattform, auf die rheinland-pfälzische Portugiesisch-Lehrkräfte gerne zugreifen können“, so der Botschafter. Er bot außerdem an, dass rheinland-pfälzische Lehrerinnen und –lehrer an einer jährlich stattfindenden zweitägigen Fortbildung der Botschaft teilnehmen können. Zusätzlich könnten Schulen und Lehrkräfte auch die Beratung der Bildungsreferentin der portugiesischen Botschaft in Anspruch nehmen sowie auf Unterrichtsmaterialien zurückgreifen.

„Wir haben viele gemeinsame Themen und einige Ansatzpunkte für eine gute Zusammenarbeit“, sagte Hans Beckmann und betonte: „Das betrifft vor allem die Digitalisierung. Digitale Bildung ist ein Schwerpunkt der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Sie bietet – gerade beim Sprachenerwerb – große Vorteile.“ Der Staatssekretär und der Botschafter vereinbarten, weiter zusammenzuarbeiten, Synergien zu nutzen und sich so für einen guten Portugiesisch-Unterricht in Rheinland-Pfalz einzusetzen.

 

Hintergrundinformationen
Der sogenannte Herkunftssprachenunterricht ist ein zusätzliches, freiwilliges  Angebot von der Primarstufe bis zum Ende der Sekundarstufe I. Der Unterricht beträgt in der Regel drei bis höchstens fünf Wochenstunden und wird von muttersprachlichen Lehrkräften erteilt. Im Schuljahr 2016/2017 besuchen rund 14.250 Schülerinnen und Schüler den Herkunftssprachenunterricht. Der Unterricht wird von 161 Lehrkräften in 15 Sprachen erteilt, darunter Albanisch, Kroatisch, Arabisch, Polnisch, Bosnisch, Portugiesisch, Chinesisch, Russisch, Farsi, Serbisch, Griechisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch und Kurdisch/Sorani.