Landesweit über 30 Prozent mehr Stellen für Schulsozialarbeit

„Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter leisten enorm wichtige Arbeit. Sie begleiten Kinder und Jugendliche während ihrer schulischen Laufbahn, unterstützen sie bei der Berufswahl und helfen ihnen in Krisensituationen. Dabei arbeiten sie eng mit den Lehrerinnen und Lehrern einer Schule zusammen. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass die Mittel für Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen im Landeshaushalt 2017/2018 deutlich erhöht wurden. Standen 2016 noch knapp über fünf Millionen Euro zur Verfügung, sind es 2017 sechs Millionen und 2018 sieben Millionen Euro. Damit können 54 zusätzliche Stellen in der Schulsozialarbeit geschaffen werden. Das entspricht einer Stellenerhöhung von mehr als 30 Prozent, die unseren Schülerinnen und Schülern direkt zugutekommt“, erklärte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig heute.

Die Jugendämter des Landes haben vor kurzem die Nachricht erhalten, dass die Mittel für Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen, die den Abschluss der Berufsreife anbieten, erhöht wurden. „34 Jugendämter in Rheinland-Pfalz können so neue Stellen schaffen oder bestehende Strukturen ausbauen. Insgesamt werden 54 neue Vollzeitäquivalente geschaffen“, so Hubig. Die Mittel können für den Ausbau der Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen, die den Abschluss der Berufsreife anbieten, erfolgen. Für welche Schule die Förderung in welchem Umfang vorgesehen ist, wird vor Ort von den Jugendämtern beschlossen. „Die bereitgestellten Gelder ermöglichen uns den bisher größten Ausbauschritt bei der Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen. Die Zahl der geförderten Schulsozialarbeiterstellen an allgemeinbildenden Schulen – zusätzlich zu den durch die Kommunen zu finanzierenden Stellen – kann insgesamt auf 220,41 Vollzeitstellen erhöht werden. Das entspricht einem Stellenzuwachs von mehr als einem Drittel“, so die Bildungsministerin.

Hintergrundinformationen

Schulsozialarbeit gehört zur Kinder- und Jugendhilfe und fällt damit in den Aufgabenbereich der Kommunen. Diese finanzieren Schulsozialarbeit an den verschiedenen Schularten. Das Land unterstützt die Kommunen auch hier mit Mitteln von jährlich zehn Millionen Euro. Darüber hinaus fördert das Land seit dem Schuljahr 1995/96 Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen, die den Abschluss der Berufsreife anbieten. In diesem Bereich wurden die Mittel jetzt erhöht, so dass bis zu 54 neue Vollzeitäquivalente für Schulsozialarbeit geschaffen werden können. Ziel ist es, die Jugendlichen während der Schulzeit persönlich, schulisch sowie bei der Berufswahl zu unterstützen.