Hubig: „Bildung eröffnet Chancen für alle – wir schaffen die Grundlagen und setzen den Rahmen, damit das gelingt“

Zum neuen Schuljahr 2018/2019 starten rund 35.430 Abc-Schützen an den rheinland-pfälzischen Schulen ihre Schulkarriere. Die Gesamtzahl aller Schülerinnen und Schüler an den gut 1.500 allgemeinbildenden Schulen liegt dann bei rund 409.800. Die berufsbildenden Schulen erwarten circa 119.500 Schülerinnen und Schüler. Nach dem derzeitigen Stand der Prognose wären das über alle Schularten hinweg knapp 2.140 Schülerinnen und Schüler weniger als zum Stichtag der amtlichen Schulstatistik im Herbst des vergangenen Jahres.

„Die Schülerzahlen bestätigen unsere Prognosen. Wir begleiten diese Entwicklungen vorausschauend in unseren Planungen und stellen eine gute strukturelle Unterrichtsversorgung sicher“, so die Bildungsministerin weiter. „Die Lehrerinnen und Lehrer leisten hervorragende Arbeit und stellen sich jeden Tag den größer werdenden Herausforderungen. Uns ist wichtig, dass sie in Rheinland-Pfalz gute Arbeitsbedingungen haben und behalten. Daran arbeiten wir.“

Entgegen dem Bundestrend – erneut alle Planstellen an Grundschulen besetzt

 

Um die gute strukturelle Unterrichtsversorgung auch mittel- und langfristig zu gewährleisten, setzt die Landesregierung auf eine vorausschauende Einstellungspolitik von Lehrerinnen und Lehrern. Das zahlt sich jetzt aus:

 „Insgesamt sind zum Schuljahresstart über 900 Stellen über alle Schularten hinweg zu besetzen, zusätzliche 90 Stellen folgen zum Einstellungstermin der berufsbildenden Schulen am 1. November. Erneut zeigt sich, dass sich unsere langfristige und zielgerichtete Einstellungspolitik auszahlt: Bereits im letzten Jahr konnten wir, anders als viele andere Länder, alle Planstellen an unseren Grundschulen  mit grundständig ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern besetzen, das gleiche gilt für die Realschulen plus, die Integrierten Gesamtschulen und Gymnasien – und das werden wir auch im Schuljahr 2018/2019 schaffen. Das sind sehr gute Nachrichten“, so Hubig weiter.

 Nicht ganz abkoppeln vom Bundestrend kann Rheinland-Pfalz sich – wie bereits zum Auftakt des vergangenen Jahres – im Förderschulbereich. Landesweit sind dort derzeit noch rund 20 Stellen zu besetzen. „Dem begegnen wir mit Vorabzusagen an Förderschullehrkräfte in der Ausbildung, der seit kurzem möglichen ganzjährigen Einstellung. Zudem arbeitet die ADD mit Hochdruck weiter, sodass sich bis Montag auch noch etwas bewegen kann. Außerdem werden wir zum neuen Schuljahr im Förderschulbereich über 60 Pädagogische Fachkräfte einstellen oder entfristen. Wir setzen auf qualifizierte Fachleute, die unsere Förderschullehrkräfte vor Ort unterstützen“, ergänzte Hubig. „Außerdem haben wir die Voraussetzungen für die Wechselprüfung vereinfacht, ohne dass es zu Qualitätsverlusten kommt.“

 Dass ausgebildete Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz gehalten werden können, dazu trägt auch der Vertretungspool bei. Jetzt vergrößert sich dieser Pool nochmals um 100 zusätzliche unbefristete Einstellungsmöglichkeiten im Beamtenverhältnis an Grundschulen. Am 1. Februar 2019 kommen weitere 100 Stellen dazu. Damit wird der Vertretungspool an Grundschulen insgesamt um 300 Stellen auf 670 Stellen ausgebaut. Insgesamt umfasst der Vertretungspool dann 1.300 Stellen, 2016 waren es noch 800.

 Quer- und Seiteneinsteiger, mit denen viele Bundesländer dem Fachkräftemangel begegnen, sind in Rheinland-Pfalz kaum erforderlich. Zum Schuljahresbeginn nehmen zwei Seiteneinsteiger ihre Arbeit auf, dazu haben neun Quereinsteiger den Vorbereitungsdienst für Förderschulen begonnen.

 „Gegen den Bundestrend setzen wir eine kontinuierliche Nachwuchsausbildung sowie attraktive Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer. Wir sind nicht nur das Land der guten Bildung, sondern auch das Land der guten Arbeit“, so Stefanie Hubig.

Die Besoldung für die etwa 37.000 verbeamteten Lehrerinnen und Lehrer werde in den beiden kommenden Jahren um jeweils zwei Prozent ansteigen – zusätzlich zur Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtenbezüge, erinnert die Ministerin. Im Zuge der Wechselprüfung II ist es seit 2017 zudem möglich, pro Jahr bis zu 600 Hauptschullehrkräfte, die an Realschulen plus eingesetzt sind, von A 12 auf die Besoldungsstufe A13 zu heben. In 2017 und 2018 konnten bereits über 1.000 Lehrkräfte befördert werden, im nächsten Jahr werden weitere folgen.

Gute Arbeitsbedingungen soll es auch für nicht-verbeamtete Vertretungslehrerinnen und -lehrer in Rheinland-Pfalz geben. Ab diesem Schuljahr werden alle Vertretungslehrkräfte in den Sommerferien durchbezahlt, wenn ihr Vertrag vor dem 1. März eines Jahres abgeschlossen wurde und sie bis zum Ende des Schuljahres unterrichten. „Dafür wird das Bildungsministerium rund 2,5 Millionen Euro aufwenden, aber das ist gut investiertes Geld“, betonte Hubig.

„Die guten Arbeitsbedingungen für unsere Lehrkräfte spiegeln sich auch darin, dass wir im bundesweiten Vergleich eines der jüngsten Lehrerkollegien haben. Unser Institut für Lehrergesundheit ist bundesweit einzigartig und ein entscheidender Beitrag zum Arbeits- und Gesundheitsschutz an unseren Schulen. In den letzten zehn Jahren haben sich über die Schularten hinweg die Schüler-Lehrer-Relation und die durchschnittliche Zahl der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich verbessert. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte aus, sondern kommt auch ganz unmittelbar den Lernbedingungen unserer Schülerinnen und Schüler zu Gute“, sagte die Bildungsministerin.

  

Ausbau des Ganztagsangebots und mehr Ferienbetreuung –

in Rheinland-Pfalz gelingen Vereinbarkeit von Familie und Beruf

und individuelle Förderung

 

„Wir sind und bleiben Ganztagsland. Bereits 2002 hat Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland ein eigenes Programm zum Ausbau von Ganztagsschulen aufgelegt und auch zum neuen Schuljahr bauen wir das Ganztagsangebot in Rheinland-Pfalz gemäß dem Koalitionsvertrag weiter aus. Zum neuen Schuljahr wird an acht neuen Standorten die Ganztagsschule in Angebotsform eingerichtet. Damit bieten wir den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ein hochwertiges schulisches Angebot und stärken gleichzeitig die Eltern, indem wir mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen“, so Stefanie Hubig.

Unter Berücksichtigung der verpflichtenden und der offenen Ganztagsschulen, gab es im Schuljahr 2017/2018 insgesamt 1.187 Schulen mit ganztägigem Angebot. Dies sind über 79 Prozent der allgemeinbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz.

Auch durch den Ausbau der Förderung für die Ferienbetreuung im Land setzt das Bildungsministerium ein Zeichen für mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nur die wenigsten Eltern können sich in den Sommerferien sechs Wochen Urlaub nehmen. In den Ferienbetreuungsmaßnahmen wissen sie ihre Kinder trotzdem in guten Händen.

„Wir haben die Mittel für die Ferienbetreuung in den letzten beiden Jahren verdreifacht: Mit einer Gesamtsumme von 1 Million Euro stellt das Land in diesem Jahr nochmals 250.000 Euro mehr zur Verfügung als bereits im Vorjahr. Außerdem wurde das Antragsverfahren für die Jugendämter im Zuge des neuen Förderprogramms des Landes deutlich vereinfacht“, erklärte die Bildungsministerin. „Im vergangenen Jahr konnten landesweit 499 Maßnahmen der Ferienbetreuung für knapp 28.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefördert werden. Das waren fast dreimal so viele Teilnehmende wie noch ein Jahr zuvor.“

 

Rheinland-Pfalz eröffnet Chancen für alle

Übergänge müssen gelingen

In Rheinland-Pfalz soll jedes Kind seine Talente entfalten können und an unseren Schulen nicht nur die gleichen, sondern die gleich guten Chancen und individuelle Förderung bekommen. Das ist der Anspruch, den wir uns selbst gestellt haben und damit auch die Leitlinie unserer Schulpolitik. Dabei haben wir selbstverständlich ebenso die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitungen und die Eltern im Blick. Gemeinsam gelingt Schule in Rheinland-Pfalz“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

„Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auch auf die Übergänge zwischen Kita und Grundschule, den weiterführenden Schulen bis in die beruflichen Schulen und in Ausbildung und Studium. Diese Übergänge dürfen keine Sollbruchstellen, sondern müssen Sprungbretter sein. Dafür habe ich jeweils Arbeitsgruppen beauftragt, die konkrete Maßnahmen für gelingende Übergänge erarbeiten“, kündigte Hubig weiter an.

Sprachförderung ermöglicht Integration

Chancen schaffen – das ist auch das Ziel der Sprachförderung in Rheinland-Pfalz, denn „Sprache ist und bleibt der Schlüssel zur Integration“, so die Bildungsministerin. Im neuen Schuljahr stehen wichtige Neuerungen und weitere Verbesserungen an.

„Um die Sprachfördermaßnahmen an Schulen dauerhaft verstetigen zu können, haben wir für das Schuljahr 2018/2019  zusätzlich 40 Planstellen für Sprachförderkräfte zur Verfügung gestellt“, sagte Hubig.

Mit dem webbasierten Analyseverfahren „2P – Potenzial und Perspektive“ hat Rheinland-Pfalz bereits ein Instrument der Lernstandfeststellung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren eingeführt. Für die Schülerinnen und Schüler, die schon länger hier sind und an 2P teilgenommen haben, wird es das darauf aufbauende Förderinstrument  2P PLUS geben.

Nach den guten Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr werden zum neuen Schuljahr 2018/2019 Schülerinnen und Schüler von 31 rheinland-pfälzische Schulen an der weltweit anerkannten Zertifikatsprüfung des deutschen Sprachdiploms (DS) teilnehmen.

„Mit dem neuen Schuljahr setzen wir die ‚Qualitätsoffensive DaZ‘ aufs Gleis, die das Ziel hat, Sprachförderung als wichtige Aufgabe von Lehrkräften und Schulleitung auszubauen, zu verstetigen und den Lehrenden Hilfestellung zu bieten. Dazu gehört, dass es zusätzlich passende Fortbildungsangebote des Pädagogischen Landesinstitutes geben wird. Zudem werden den Schulen spezielle Unterrichtsmaterialien für die Sprachförderung zur Verfügung gestellt“, so die Ministerin.

In diesem Schuljahr ergänzt Rheinland-Pfalz das Angebot des Berufsvorbereitungsjahrs Sprache (BVJ-S) um ein Angebot für über 18-jährige Geflüchtete. Zunächst an fünf Standorten (Kirn, Kusel, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Saarburg) sollen junge Erwachsene bis zum Alter von 25 Jahren die Berufsreife erlangen können, um so ihre Ausbildungschancen zu verbessern. Ein Schwerpunkt wird auch hier auf der Sprachförderung liegen.

Schulische Inklusion ist eine Gerechtigkeitsfrage –
in Rheinland-Pfalz wird sie verantwortungsvoll beantwortet

 

„Rheinland-Pfalz bietet qualitativ hochwertigen inklusiven Unterricht und baut diesen nachfrageorientiert aus. Maßgebend ist hierbei der Elternwille, das heißt, die Eltern entscheiden über das Ausbautempo der Inklusion“, so die Ministerin. „Dabei setzen wir für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf zwei Förderorte: Die Schwerpunktschulen und die Förderschulen.“

Zum neuen Schuljahr wird es vier neue Schwerpunktschulen geben. Insgesamt arbeiten dann 296 Schwerpunktschulen in Rheinland-Pfalz. Zusätzlich unterstützen ab dem kommenden Schuljahr sieben weitere Förder- und Beratungszentren den Ausbau der Inklusion in Rheinland-Pfalz.

 

Der inklusive Unterricht an beruflichen Schulen wird im Rahmen des Berufsvorbereitungsjahrs zum neuen Schuljahr um die Standorte Landau und Germersheim erweitert. Das Berufsvorbereitungsjahr mit inklusivem Unterricht ist ein Angebot an Jugendliche im Bildungsgang ganzheitliche Entwicklung und kann im Anschluss an die neunte Klasse bis zur Erfüllung der Schulpflicht besucht werden. Pro Schuljahr haben die Schülerinnen und Schüler dabei die Gelegenheit, zwei berufliche Schwerpunkte kennenzulernen.  

Stark in Theorie und Praxis

 

Zu Beginn dieses Jahres fand die erste landesweite Woche der Realschule plus unter dem Motto „Schule der Chancen“ statt. Eine besondere Stärke der Realschulen plus ist die enge Verzahnung von theoretischem und praktischem Lernen. Die an manchen Realschulen plus angeschlossenen Fachoberschulen schärfen dieses Profil nochmals. Vier Fachoberschulen in Rheinland-Pfalz starten im neuen Schuljahr im Rahmen eines Schulversuchs mit den zwei neuen Fachrichtungen Gestaltung und Bio- und Umwelttechnologie.

Dass die Realschulen plus viel zu bieten haben, schlägt sich nun auch in steigenden  Anmeldezahlen nieder: Für das neue Schuljahr 2018/2019 haben sich insgesamt 11.886 Schülerinnen und Schüler für die 5. Klasse einer Realschule plus angemeldet. Dies sind 557 mehr als im letzten Schuljahr.


Weitere Impulse für die erfolgreiche Arbeit an den Realschulen plus im Land sind von den neuen Didaktischen Koordinatorinnen und Koordinatoren zu erwarten. Von den 48 eingerichteten Stellen für Didaktische Koordinatorinnen und Koordinatoren an großen Realschulen plus mit über 540 Schülerinnen und Schülern sind bereits 29 besetzt. In einem nächsten Schritt will das Bildungsministerium die Funktionsstelle des Didaktischen Koordinators, der Didaktischen Koordinatorin für alle Realschulen plus – unabhängig von ihrer Größe – ermöglichen.

 An zehn Realschulen plus landesweit läuft auch das erfolgreiche Chancen-Projekt „Keine/r ohne Abschluss“.

„Von den 140 Schülerinnen und Schülern, die im abgelaufenen Schuljahr an ‚Keine/r ohne Abschluss‘ teilgenommen haben, konnten 103 den Abschluss der Berufsreife erreichen. Damit haben wir 103-mal Chancen eröffnet und Perspektiven geschaffen“, so die Ministerin.

Ebenfalls erfreulich: Für knapp 90 Prozent der Absolventinnen und Absolventen konnte ein direkter Anschluss eröffnet werden – die Jugendlichen beginnen eine Ausbildung, treten in das Freiwillige Soziale Jahr ein oder werden weiter die Schule besuchen und den Abschluss der Mittleren Reife anstreben.

„In allen weiterführenden Schulen bleibt die Berufs- und Studienorientierung ein zentraler Baustein unserer Bildungsstrategie – etwa mit dem verpflichtenden Tag der Berufs- und Studienorientierung. Dabei setzen wir auch ein ganz klares Signal für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Unserer MINT-Strategie erfährt nicht nur bei unseren Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft  und Verbänden große Anerkennung, sondern wird auch in anderen Ländern sehr interessiert verfolgt“, so die Bildungsministerin. „Zahlreiche der vereinbarten Maßnahmen und Projekte kommen jetzt nach und nach ins Laufen und es freut mich zu sehen, wie sich meine Initiative zur Strategie ausgewachsen hat und wie wir es schaffen, junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.“

In einigen Tagen startet der MINT-Regionen-Wettbewerb, den das Bildungsministerium gemeinsam mit dem Wissenschafts- und dem Wirtschaftsministerium ausrichtet und der von der neuen MINT-Geschäftsstelle in Trier organisiert wird.

 Rheinland-Pfalz ist bereit für die Bildung 4.0

„Die fortschreitende Digitalisierung war eines der bestimmenden bildungspolitischen Themen des letzten Jahres. Wir haben schon sehr viel früher verstanden, dass die Stärkung der Medienkompetenz ein zentrales Element einer modernen Bildungspolitik sein muss. Dementsprechend sind wir hier deutlich weiter als andere Bundesländer“, sagte Hubig.

Das Bildungsministerium hat sich aber nicht auf diesem Vorsprung ausgeruht, sondern weiter gearbeitet: Zum kommenden Schuljahr werden wieder 125 Grundschulen in das Landesprogramm Medienkompetenz macht Schule aufgenommen. Insgesamt nehmen dann 262 Grundschulen am Landesprogramm teil, das bereits an nahezu allen weiterführenden Schulen im Land etabliert wurde. Bereits jetzt liegen die nächsten 125 Bewerbungen von Grundschulen für eine Beteiligung im nachfolgenden Schuljahr vor.

Das Ministerium für Bildung startet im Laufe dieses Schuljahres außerdem das Pilotprojekt „Coding Detectives“, in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und der Calliope gGmbH. „Coding Detectives“ will in Lerngruppen der Primar- und Orientierungsstufen ausgewählter rheinland-pfälzischer Schulen durch die Arbeit an Mikrocomputern Grundlagen des Programmierens verständlich machen.

Für den schulischen Einsatz eigener mobiler Endgeräte, wie Tablets, Laptops oder Handys, erarbeitet das Bildungsministerium derzeit einen Leitfaden zu „bring your own device“.

„Auch an den beruflichen Schulen im Land haben wir unsere Leuchttürme, die aufzeigen wie digitale Bildung – auch vor dem Hintergrund der Vorbereitung auf eine Arbeitswelt 4.0 – gelingen kann. Beispielhaft kann man hier Koblenz, Trier, Neuwied oder bald auch Ludwigshafen anführen. Wir arbeiten daran, diese fürs ganze Land weiterzuentwickeln und in die Fläche zu tragen“, betonte die Bildungsministerin.

All das passt sich in die digitale Gesamtstrategie des Bildungsministeriums unter der Überschrift „Digitale Bildung entscheidet“ ein, die besonderes Augenmerk auf die digitale Infrastruktur, die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften und die digitale Kompetenzvermittlung entlang der Bildungskette legt. Teil der Digital-Strategie sind etwa auch der Medienkomp@ss oder die fortschreitende Entwicklung des Schulcampus Rheinland-Pfalz als zentrale Online-Plattform.

„Bei allem Engagement müssen wir sehen, dass dem Land und seinen Partnerinnen und Partnern, den Kommunen, finanzielle Grenzen gesetzt sind. Deshalb  erwarten wir, dass das versprochene Geld des Bundes aus dem Digitalpakt schnell bei den Ländern ankommt. Aus meiner Sicht wäre es außerdem wichtig, wenn man eine Möglichkeit findet, um diese Bundesmittel auch für Wartung und Support aufwenden zu können“, so Hubig.