Eine Erfolgsgeschichte für alle Beteiligten - zehn Jahre Freiwilliges Soziales Jahr an Ganztagsschulen in Angebotsform

Sie unterstützen Schülerinnen und Schüler bei den Hausaufgaben, helfen im Unterricht und setzen sogar erfolgreich eigene Projekte um – und das bereits seit zehn Jahren. „Das Freiwillige Soziale Jahr an Ganztagsschulen ist eine Erfolgsgeschichte. Im Schuljahr 2007/2008 starteten die ersten 189 Jugendliche ihr FSJ an einer Ganztagsschule in Angebotsform. Im aktuellen Schuljahr sind es 1.560 – das ist eine tolle Entwicklung, von der sowohl die Schulen, die Träger und allen voran die jungen Frauen und Männer profitieren“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig anlässlich der Feier zum zehnten Geburtstag im Landesmuseum Mainz.

„Das Freiwillige Soziale Jahr bietet den Jugendlichen eine gute Gelegenheit, um sich – vor Ausbildung oder Studium – beruflich wie persönlich zu orientieren. An den Ganztagsschulen zeigen sie dabei enorme Leistungsbereitschaft. Neben den klassischen Aufgaben wie der Hausaufgabenkontrolle und der Vermittlung in Konfliktsituationen, gestalten sie spannende eigene Projekte. So sind im letzten Schuljahr beispielsweise eine CD aus einem Chorprojekt und ein wunderbares Kinderbuch aus einer Schreibwerkstatt entstanden, auf die die FSJler genauso wie die Schülerinnen und Schüler zu Recht sehr stolz sind. Sie sehen also, im Freiwilligendienst werden Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und Solidarität ganz praktisch gelebt“, so die Ministerin in ihrer Rede.

Auch die Digitalisierung macht vor dem Freiwilligendienst nicht halt. „Die jungen Männer und Frauen können zusätzlich technische Projekte im Rahmen des FSJ_digital umsetzen. Dabei entstehen beispielsweise Imagefilme oder attraktive Websites, die wiederum den Trägern der Freiwilligendienste zugutekommen können“, erklärte Hubig.

„Für die 623 rheinland-pfälzischen Ganztagsschulen in Angebotsform sind die jungen Freiwilligen ein Gewinn. Sie sind ein hervorragendes Bindeglied zwischen Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften und außerschulischen Partnern. Deshalb werden sie auch in Zukunft in Zusammenarbeit mit den Trägern den Jugendlichen die Möglichkeit für ein FSJ ermöglichen“, erklärte die Bildungsministerin. Einen herzlichen Dank richtete Stefanie Hubig an die aktuellen und ehemaligen FSJler, die sich für die Gemeinschaft engagiert haben, sowie an die Träger der Freiwilligendienste, die die Jugendlichen intensiv betreuen und maßgeblich zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen haben.

Hintergrundinformationen

Das FSJ an einer Ganztagsschule in Angebotsform basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Jugendlichen, dem Träger sowie der Schule. In der Regel sind die jungen Männer und Frauen ein Schuljahr an einer Schule eingesetzt. Träger des Freiwilligendienstes sind zum Beispiel Wohlfahrtsverbände, Gebietskörperschaften und kirchliche Organisationen. Die Bewerberinnen und Bewerber um die FSJ-Plätze an Ganztagsschulen richten ihre Bewerbungen an einen der Träger oder auch direkt an die Schule. 

Ganztagsschulen in Angebotsform sind nach einem einheitlichen Rahmenkonzept ausgestaltet und bieten einen hohen Grad an Verbindlichkeit für Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern. Der Unterricht findet dabei rhythmisiert über den Tag verteilt statt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://ganztagsschule.rlp.de/service/fsj.html