Bildungsministerin Hubig zertifiziert neue Bewegungskita in Bad Kreuznach

In Bad Kreuznach überreichte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig der Hannah-Arendt-Kita das Qualitätssiegel des Vereins Bewegungskita Rheinland-Pfalz. Landesweit ist damit jetzt die 114. Bewegungskita zertifiziert.

„Gesunde Bewegung kann man lernen und deshalb gehört Bewegung in den Kitas von Anfang an dazu. Bewegungsorientierung stärkt das Körpergefühl, die Balance, das Gemeinschaftsgefühl und schafft Ausgleich. In den zertifizierten Bewegungskitas wird dem Toben, Springen, Balancieren oder Tanzen – in ein pädagogisches Konzept eingebettet – noch mehr Raum gegeben“, so die Bildungsministerin bei ihrem Besuch in Bad Kreuznach. 

Für den Titel „Bewegungskita“ hat sich die Hannah-Arendt-Kita durch ihren pädagogischen Schwerpunkt qualifiziert. Der Dreiklang aus Bewegung, gesunder Ernährung und Entspannung wird hier durch tägliche Angebote für die Kinder realisiert. Dazu braucht es natürlich auch eine entsprechend bewegungsorientierte Ausstattung. Durch eine Kooperation mit dem Männerturnverein 1877 e.V. konnten in Bad Kreuznach eine Sporthalle realisiert und den Kindern zusätzliche Angebote im Bereich Trampolin-Springen ermöglicht werden. Außerdem hat die Kita eine Kletterwand und bewegungsfördernde Elemente in den Fluren. Darüber hinaus sind die Erzieherinnen und Erzieher zusätzlich qualifiziert, etwa in den Bereichen Tanzpädagogik oder Zumba. 

„Ein Projekt wie die Bewegungskita funktioniert nur, wenn alle mitmachen: Das Team der Kita, die Eltern und die Unterstützerinnen und Unterstützer seitens der Sportvereine und Verbände und natürlich dem Träger, der Stadt Bad Kreuznach. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei ihnen genauso wie bei den Verantwortlichen im Verein Bewegungskita Rheinland-Pfalz e.V. für ihr Engagement“, so Stefanie Hubig.

Das Land Rheinland-Pfalz hat den Aufbau der Struktur von „Bewegungskita Rheinland-Pfalz“ ab 2005 in einem dreijährigen Modellprojekt mit insgesamt 100.000 Euro gefördert. In 2017 wird das landesweite Projekt mit 28.000 Euro seitens des Landes unterstützt.

„Bewegungsförderung ist kein Aufgabenfeld unter vielen, sondern eine zentrale Aufgabe, um den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder zu unterstützen. Es geht hierbei nicht um sportliche Höchstleistungen. Es geht um die Förderung der körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Entwicklung. Bewegung – ob im freien Spiel, im Alltag oder auch unter differenzierter Anleitung mit Impulsen – ist die Voraussetzung dafür“, so die Bildungsministerin abschließend.