Bildungsministerin Hubig zertifiziert Kita in Pirmasens als „Écoles Maternelles – Elysée 2020“

Heute sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig in Pirmasens „Bonjour“ – Der dortige Lukaskindergarten ist eine von drei Kitas landesweit, die neu in das Programm „Écoles Maternelles / Bilinguale Kindertageseinrichtung – Elysée 2020“ aufgenommen werden.

„In den bilingualen Kitas wird nicht nur der frühe Spracherwerb insgesamt gefördert, sondern auch das Verständnis und die Offenheit der Kinder für andere Kulturen und Lebensweisen angeregt. Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr zusätzlich drei Einrichtungen zertifizieren können – das ist auch Anerkennung für die sehr gute Arbeit, die hier geleistet wird“, so die Bildungsministerin.  

 Im Jahr 2013 wurde die deutsch-französische Qualitätscharta für bilinguale Kindertageseinrichtungen unter Beteiligung aller Bundesländer sowie des französischen Bildungsministeriums unterzeichnet. Im Rahmen der deutsch-französischen Agenda wurde beschlossen, ein Netzwerk von mindestens 200 bilingualen Kindertageseinrichtungen / Écoles maternelles auf deutscher und französischer Seite einzurichten. Alleine in Rheinland-Pfalz gibt es nun 41 Einrichtungen. Ziel der Sprachvermittlung in bilingualen Kitas ist es, Kinder durch eine spielerische Beschäftigung mit Sprache zum Lernen zu motivieren.  

 „Die Nähe von Rheinland-Pfalz zu Frankreich ist nicht nur geografisch. Gerade auch im Bildungsbereich arbeiten wir mit dem Nachbarland in vielen Bereichen gut und eng zusammen. Das beginnt bei Austauschprogrammen im Rahmen der Lehrkräfteausbildung, reicht über zahlreiche Schulpartnerschaften, Schülerbegegnungen und weiteren spannenden Projekten, wie eben den bilingualen Kitas“, so Hubig weiter. 

Neben dem Lukaskindergarten in Pirmasens, wurde die Theresien-Kleinkinderschule Rhodt und die Kommunale Kita in Wellen als „Écoles Maternelles / Bilinguale Kindertageseinrichtung – Elysée 2020“ zertifiziert.  

„Auch im Rahmen des neuen Kita-Zukunftsgesetzes wollen wir mehr Möglichkeiten für die interkulturelle Bildung im frühkindlichen Bereich schaffen. Wir wollen mehr finanziellen Spielraum – etwa für multiprofessionelle Teams. Dazu kann auch der Einsatz von Sprachförderkräften gehören. Interkulturalität ist gleichermaßen Herausforderung und Chance, deswegen gehört diese Option für uns selbstverständlich in ein Zukunftsgesetz“, sagte die Bildungsministerin abschließend.  

Der vom Bildungsministerium vorgelegte Entwurf zu einer Novellierung des Kita-Gesetzes – das Kita-Zukunftsgesetz – sieht zusätzliche Investitionen von rund 62 Millionen Euro jährlich für Personal in der frühkindlichen Bildung und Erziehung vor.