Wenn aus Kita-Kindern Schulkinder werden: Land unterstützt Übergang mit 500.000 Euro

„Die Kita ist für unsere Kinder meist die erste Einrichtung, die sie besuchen. Hier erfahren sie Bildung, Erziehung und Betreuung, hier lernen sie mit ihren Erzieherinnen und Erziehern wichtige Bezugspersonen kennen und finden Freundinnen und Freunde. Wenn unsere Kleinen ihre Kita verlassen und von Kita-Kindern zu Schulkindern werden, ist das ein großer Schritt für sie und ihre Eltern. Es beginnt ein neuer Lebensabschnitt mit anderen Strukturen, Handlungsmustern, Anforderungen und Rahmenbedingungen. Es ist wichtig, dass unsere Kinder diesen Schritt als ein positives Ereignis erleben können. Deshalb fördert das Land den Übergang von der Kita zur Grundschule auch in 2021 mit 500.000 Euro“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Die Bedeutung der positiven Gestaltung dieser Phase ist in Rheinland-Pfalz sowohl im Kindertagesstättengesetz als auch im Schulgesetz fest verankert. Seit 2006 werden jährlich Landesmittel in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung gestellt, um sogenannte Übergangsmaßnahmen zu fördern. Das können zum Beispiel Besuche in der Schule sein, damit die Kinder Räumlichkeiten, Abläufe und Personen kennenlernen, das können Informationsveranstaltungen für Eltern und Abschlussfeste in der Kita sein.

Damit der Übergangsprozess gut gelingt, ist es wichtig, dass die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas und die Grundschulen vor Ort in enger Abstimmung und gemeinsam mit den Eltern handeln. Um die pädagogischen Fachkräfte und Lehrkräfte inhaltlich bei dieser Aufgabe zu unterstützen, hat das Ministerium für Bildung 2017 die Handreichung „Erfolgreiches Gestalten des Übergangs von der Kita in die Grundschule“ herausgegeben. Hierin finden sich wertvolle Impulse und Hinweise sowie Ideen aus der Praxis für die Praxis. Darüber hinaus bieten das Institut für Lehrerfort- und Weiterbildung sowie das Pädagogische Landesinstitut jährlich Fortbildungen zu dem Themenbereich an.

„Derzeit befinden sich die Kitas in einem Regelbetrieb bei dringendem Bedarf und nicht alle Kinder besuchen ihre Kita wie gewohnt. Wir wissen zugleich, wie wichtig die letzten Monate in der Kita gerade für die Vorschulkinder sind. Deshalb haben wir bei Öffnungsschritten bereits im vergangenen Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Vorschulkinder gelegt: Vorschulkinder haben bei der Öffnung der Kitas Vorrang genossen, damit sie auf die Schule vorbereitet werden und einen guten Abschluss ihrer Kita-Zeit erleben konnten. Das werden wir auch in diesem Jahr berücksichtigen, sollten wir aufgrund des Infektionsgeschehens in den Kitas keinen vollständigen Regelbetrieb haben können. Denn wir wollen, dass alle Kinder gleich gute Chancen haben“, versicherte Hubig. „Übergänge dürfen nicht zu Sollbruchstellen werden, sondern müssen Sprungbretter sein. Gelingt ein Übergang zwischen Kita und Grundschule gut, dann stärkt dies das Kind in besonderer Weise. Damit werden auch gute Voraussetzungen für weitere gelingende Übergänge geschaffen, die im Laufe des individuellen Lebensweges folgen werden“, so die Ministerin abschließend.

Eine Übersicht über die jeweiligen Fördersummen in den einzelnen Jugendamtsbezirken finden Sie hier.