VIDIS: Mit einem Klick zu vielen Bildungsangeboten – Rheinland-Pfalz bei Pilotprojekt für Schlüssel-Software mit dabei

Ein Klick, der Türen zu vielen Bildungsmedien öffnet – an so einer Lösung arbeitet Rheinland-Pfalz ganz vorne mit. Zusammen mit sieben anderen Bundesländer geht Rheinland-Pfalz jetzt in die Pilotphase von VIDIS.

Das Programm bietet eine datenschutzkonforme Lösung, mit der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte künftig Bildungsangebote verschiedener Anbieter nutzen können – quasi also einen Generalschlüssel für die digitale Bildungswelt.

Die Abkürzung VIDIS steht für „Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen“. Das Programm wurde vom Medieninstitut der Länder (FWU) entwickelt. In der Pilotphase wird damit für rund elf Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 800.000 Lehrkräfte der Zugang zu verschiedenen Lern- und Bildungsplattformen deutlich vereinfacht. Rheinland-Pfalz nimmt daran mit seiner landeseigenen Plattform Schulcampus RLP teil. Beteiligte Pilotschulen können sich nun über VIDIS anmelden und zum Test die Online-Plattform „TaskCards“ nutzen. Mit Beginn des Schuljahres 2022/23 haben sie zudem Zugriff auf die digitalen Schulbücher des Medienregals des Bildungslogins vom Westermann-Verlag.

„Der Zugang zu digitalen Medien muss einfach und sicher sein, denn das schafft Akzeptanz bei den Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern. Beide Vorgaben erfüllt VIDIS und stellt damit einen weiteren wichtigen Schritt in der Digitalisierung unserer Bildungslandschaft dar“, sagt die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. „Künftig werden die Nutzer mit nur einem Benutzernamen und einem Passwort auf verschiedene Angebote zugreifen können – schnell, komfortabel und geschützt. Das Prinzip des Single-Sign-On, das im Berufsalltag schon lange geläufig ist, wird damit auf die Schule übertragen.“

Bei der Entwicklung der Software legen das FWU und die Bundesländer größten Wert auf Datensicherheit. „Es werden nur jene Daten vermittelt, die für die Nutzung des Angebots notwendig sind“, sagt Michel Smidt, Projektleiter VIDIS beim FWU. Im Ergebnis wird nicht nur das Anmeldeverfahren verbessert und vereinfacht, es werden auch gemeinsame datenschutzrechtliche und technische Kriterien für die künftige Nutzung digitaler Bildungsangebote entwickelt.