Neue Kooperationsvereinbarung: BASF und Bildungsministerium bauen gemeinsame Förderung der MINT-Bildung aus

Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, und Dr. Melanie Maas-Brunner, Vorstandsmitglied der BASF SE und Standortleiterin Ludwigshafen, setzten heute ein starkes Zeichen für die Bildung: In Ludwigshafen unterzeichneten sie eine neue Vereinbarung zur engen Zusammenarbeit bei der schulischen Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Die Laufzeit der Kooperationsvereinbarung ist für einen Zeitraum von drei Jahren angesetzt. Sie führt den Gedanken der ersten Kooperationsvereinbarung von 2018 fort. Ziel ist es, junge Menschen während der gesamten Schulzeit für MINT-Themen zu begeistern und ihnen eine praxisnahe Berufs- und Studienorientierung zu ermöglichen. Zudem werden wichtige gesellschaftliche Themen wie Energie-transformation, Klimawandel und Nachhaltigkeit in den Programmen thematisiert.

Ein Schwerpunkt der neuen Kooperationsvereinbarung ist die Fortsetzung und Intensivierung der erfolgreichen Zusammenarbeit von BASF, Bildungsministerium und des Unternehmens-Netzwerks „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V.“ im MINT-Hub Rheinland-Pfalz, der aus der ersten Vereinbarung hervorgegangen ist. Das Konzept des Hubs wurde von der Wissensfabrik entwickelt und ermöglicht, unterschiedliche Akteure regional fokussiert zusammenzubringen und mit ihren jeweiligen Stärken einzubinden. Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit der Projekte sind damit ebenso sichergestellt, wie eine große regionale Reichweite.

„Das Motto unserer rheinland-pfälzischen MINT-Strategie, die wir bereits 2016 gestartet haben, lautet: MINT läuft! Ein Aushängeschild dafür ist die Kooperation des Bildungsministeriums mit der BASF und der Wissensfabrik, denn die läuft richtig rund“, erklärte Dr. Stefanie Hubig. „Ziel der landesweiten MINT-Strategie ist es, jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen, ihre Begeisterung zu wecken und sie nachhaltig für Mathematik, Informatik, die Naturwissenschaften und Technik zu interessieren. Dazu brauchen wir starke Partnerinnen und Partner, auch und gerade in der Wirtschaft und Forschung. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die hervorragende und partnerschaftliche Zusammenarbeit und ihr Engagement für die MINT-Bildung, die für unsere Zukunft wichtig ist. Wir brauchen Nachwuchs-wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und Fachkräfte, die Zukunftsaufgaben gut ausgebildet und zielsicher angehen können.“

Technik, Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus

Die heute unterzeichnete Vereinbarung sieht vor, dass unter anderem die beiden etablierten Wissensfabrik-Projekte „KiTec – Kinder entdecken Technik“ sowie „IT2School – Gemeinsam IT entdecken“, die bereits in rund 200 Grundschulen und rund 100 weiterführenden Schulen im rheinlandpfälzischen Teil der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) angeboten werden, um neue Inhalte erweitert werden. Mit „KiTec Digital“ bekommen Kinder nun die Möglichkeit, durch eigenständiges Tüfteln und Bauen technische Zusammenhänge zu begreifen und spielerisch die Zusammenhänge von Mechanik und Elektronik nachzuvollziehen. Beim „KI“-Modul von „IT2School“ lernen Schülerinnen und Schüler am Beispiel eines Sprachassistenten, wie künstliche Intelligenz (KI) funktioniert und wie sie einen eigenen digitalen Assistenten programmieren können. Darüber hinaus wird das neue Projekt der Wissensfabrik, „City4Future“, schon seit dem Start des Schuljahrs 2022 den weiterführenden Schulen im rheinland-pfälzischen Teil der MRN angeboten. Bei „City4Future“ beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Herausforderungen für den urbanen Lebensraum der Zukunft, entwickeln Lösungsvorschläge und diskutieren ihre Ergebnisse. BASF finanziert die Projekt-Materialien. Das Bildungsministerium, das Pädagogische Landesinstitut und die kommunalen Medienzentren verantworten die Multiplikatoren- und die Lehrkräfte-Fortbildungen.

„Die Ausbildung und das Interesse von jungen Menschen an MINT-Fächern ist die Grundlage für künftige Innovationen. Es ist entscheidend, nicht nur für den Nachwuchs in Unternehmen, sondern auch für den Fortschritt unserer Gesellschaft insgesamt. Eine effektive MINT-Förderung ist deshalb eine Zukunftsinvestition, die gerade in Zeiten voller Veränderungen und Herausforderungen sehr gut angelegt ist“, sagt Dr. Melanie Maas-Brunner. „Mit dem Bildungsministerium haben wir einen starken und wichtigen Partner an unserer Seite. Wir freuen uns weiterhin Hand in Hand zusammenzuarbeiten, um die Neugier und den Forschergeist von Kindern und Jugendlichen zu fördern.“

Biotechnologie in mobilen Gen-Laboren

Bereits im November 2021 haben die BASF SE und das Bildungsministerium den zweiten Schwerpunkt der Vereinbarung in die Wege geleitet und zwei mobile Gen-Labore für weiterführende Schulen sowie zwei Mini-Labore zur Probenvorbereitung bereitgestellt. Mit den mobilen Gen-Laboren können Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen biotechnologische Experimente mit der gleichen Labortechnik durchführen, wie sie weltweit in Forschungseinrichtungen vorzufinden ist. Lehrerinnen und Lehrer können sich die Labore nach einer vorherigen Schulung ausleihen und so die spannenden Experimente ins Klassenzimmer bringen.

Für Bildungseinrichtungen sind die Bildungsprojekte kostenfrei. Weitere Informationen zu den mobilen Gen-Laboren gibt es unter https://mint.bildung-rp.de/mint-labor.html. Weitere Informationen zu den Wissensfabrik-Projekten gibt es unter www.wissensfabrik.de/fuer-kitas-schulen/mitmachen/.