Internet der Dinge – Start der Kooperation zwischen Umwelt-Campus Birkenfeld und Pädagogischem Landesinstitut zur Unterstützung der Informatik-Profil-Schulen

Im Kern der frisch gestarteten Kooperation des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier und des Pädagogischen Landesinstituts (PL) steht die Entwicklung von Unterrichtsinhalten rund um das Thema „Internet of Things“ (IoT). Flankiert wird das Angebot, das sich zunächst an die 21 Informatik-Profil-Schulen (IPS) richtet, von begleitenden Fortbildungen.

„Digitale Bildung entscheidet – das gilt für alle unsere Schulen und ist Teil der Digitalstrategie des Landes Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus freue ich mich, dass jetzt ein ganz besonderes Projekt an den Start geht: 21 Informatik-Profil-Schulen nehmen zum Schuljahr 2020/2021 in Rheinland-Pfalz ihre Arbeit auf. Der schulartübergreifende Ansatz ist dabei bundesweit einzigartig und steht für Durchlässigkeit und Bildungsgerechtigkeit. An den Informatik-Profil-Schulen wird es Schülerinnen und Schülern zukünftig möglich sein, einen durchgängigen Schwerpunkt im Lernbereich Informatik zu wählen. Dazu gehören auch die Kooperationen mit dem Umwelt-Campus der Hochschule Trier und dem Pädagogischen Landesinstitut, die für unsere Schulen, die Lehrkräfte und vor allem für die Schülerinnen und Schüler echte Mehrwerte bei der informatischen Bildung schaffen“, begrüßte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig den Start der Kooperation.

Konkret zielt die Zusammenarbeit darauf, Unterrichtsinhalte und Fortbildungen ab dem Jahr 2021 im Rahmen von Projektwochen zum „Internet der Dinge“ für die gesamte 9. oder 10. Jahrgangsstufe der Informatik-Profil-Schulen umzusetzen. Das Internet der Dinge verbindet Geräte und Maschinen mit digitalen Plattformen und bildet so die Basis für viele aktuelle Anwendungen. Das Spektrum reicht von digitalen Sprachassistenten im Smart-Home, über intelligente Mülltonnen in der Smart-City, bis hin zur Messung von Umweltdaten im Straßenverkehr, der Landwirtschaft oder dem Klassenzimmer. Im Rahmen von Design-Thinking Veranstaltungen (IoT-Hackathon) erhalten die Schülerinnen und Schüler auch erstmals die Möglichkeit, eigene neue Anwendungen zu gestalten und unmittelbar prototypisch umzusetzen. In die Durchführung der Projektwoche sind auch die Studierenden der Informatik- und weiterer MINT-Studiengänge der Hochschule eingebunden. Sie sammeln dadurch praktische Lehr-Erfahrungen, die in ihrem späteren Unternehmensumfeld als „Digital-Botschafter“ anwenden können. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Ab sofort werden die Konzeption der Projektwoche und die Materialien, ebenso wie die Fortbildungskonzepte, durch ein Team aus Mitarbeitenden der IoT-Werkstatt des Umwelt-Campus und des Pädagogischen Landesinstituts gemeinsam erarbeitet.

Das IoT-Modul-Paket soll aus acht bis zehn Modulen bestehen, wird nach Vorgabe des Kompetenzrahmens der Gesellschaft für Informatik (GI) und der Fachdidaktischen Kommission Informatik entwickelt und bis Dezember dieses Jahrs fertiggestellt. Der Prozessbereich „Modellieren und Implementieren“ sowie die Inhaltsbereiche „Algorithmen“ und „Informatiksysteme“ bilden dabei die Basis der Module. Das Paket wird Teil des Lehrplans Informatik für die Sekundarstufe I sein und auch in gleicher Weise veröffentlicht. Für einen unkomplizierten Einsatz im schulischen Umfeld hinsichtlich des Urheberrechts gelten für die erstellten Materialien grundsätzlich die OER-Lizenz bzw. die CC-Lizenz (CC BY-SA). Materialien, die unter der Lizenz CC-BY stehen, dürfen kopiert, weiterverbreitet und auch verändert werden. Geplant ist zudem ein Technik-Koffer mit einem Klassensatz an Mikrocontrollern und einer Basisausstattung an Sensoren/Aktoren für die IPS-Schulen. Beide Institutionen stellen auch Ansprechpersonen für die IPS zur Verfügung und halten digitale Arbeitsbereiche beziehungsweise zusätzliche Moodlekurse für Informatiklehrkräfte vor. Geplant sind nach der Materialerstellung eine Vorbereitungstagung für die IPS sowie Vorbereitungstreffen in den jeweiligen Schulen vor den konkret dort geplanten Projektwochen, wobei drei Schulen als Pilotgruppe fungieren für Projektwoche und Studientag.

Sowohl die Übertragbarkeit des Angebots an den drei Pilotschulen auf alle 21 IPS wird durch die Hochschule zur Sicherung und weiteren Verbesserung der Qualität evaluiert, als auch anschließend die Übertragbarkeit des Angebots auf andere Schulen. Umwelt-Campus und PL werden die durch die Evaluation gewonnenen Erkenntnisse dabei gemeinsam auswerten.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://informatik.bildung-rp.de/ips.html

https://www.umwelt-campus.de/forschung/projekte/iot-werkstatt/schule