Im Kleinen für das Große lernen – im Schulgarten werden Biologie, Artenschutz und Nachhaltigkeit erlebbar

„Unsere Schulgärten sind hervorragende Beispiele dafür, wie man Biologie, Artenschutz und Nachhaltigkeit praxisnah vermitteln kann. Die Schülerinnen und Schüler verbringen einen Teil ihres Unterrichts im Schulgarten, sie jäten, pflanzen und arbeiten dort im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft oder nutzen ihren Garten sogar für Schulveranstaltungen. In jedem Fall bereichern die Gärten ihre Schulgemeinden enorm“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig heute anlässlich des 2. Landesschulgartentages an der Integrierten Gesamtschule Koblenz.

Gemeinsam mit Umweltministerin Ulrike Höfken konnte sich die Bildungsministerin von der Vielfalt, die die rheinland-pfälzischen Schulgärten bieten, überzeugen. Dass das Land die Anlage und den Betrieb der Gärten unterstützt, betonte Umweltministerin Höfken: „Der Schulgarten ist ein vielfältiger, moderner, insgesamt nachhaltiger Lernort - besonders für die Naturwissenschaften, die Biodiversitäts- und Ernährungsbildung. Dort können Kinder und Jugendliche wieder praktische und sinnliche Erfahrungen sammeln sowie die Natur und die Erzeugung von Lebensmitteln begreifen und erfahren. Gärten sind wichtig für den Klimaschutz, und sie sind auch Orte, an denen Gemeinschaft und Teamgeist gelebt wird – auch oft über die Generationsgrenzen hinweg.

Fridays for Future hat uns noch einmal aktuell und ganz deutlich gezeigt: Wir brauchen nachhaltige Lösungen für unsere begrenzte, von Klimawandel und Artensterben geprägte Welt. Deswegen sind Schulgärten auch gute Bestandteile von ‚Klima-Schutz-Schulen‘. Wir in Rheinland-Pfalz fördern deshalb die Anlage und den Betrieb von Gemeinschaftsgärten, Schulgärten, Gärten von Kindertagesstätten, Bienengärten und Generationenschulgärten finanziell und durch Beratung, Lehr- und Informationsmaterialien sowie Netzwerkarbeit.“

„2019 wird als ein Jahr in die Geschichte gehen, in dem Klimaschutz und Nachhaltigkeit weltweit ganz vorne auf die Agenda gerückt wurden – und zwar von Kindern und Jugendlichen, die sich um die Zukunft unseres Planeten sorgen“, sagte Ministerin Stefanie Hubig und betonte: „In Rheinland-Pfalz hat das Bildungsministerium gemeinsam mit der Landesschüler*Innenvertretung im Sommer einen Runden Tisch ins Leben gerufen, der Schule in Rheinland-Pfalz nachhaltiger gestalten will. Mit im Boot ist dabei neben vielen Akteurinnen und Akteuren aus der rheinland-pfälzischen Schullandschaft auch das Schulgartennetzwerk RLP – und darauf sind wir sehr stolz. Wir haben in unserem Land viele engagierte Lehrkräfte, die sich für die Schulgärten engagieren sowie in weiteren schulischen Netzwerken oder als Beratungskräfte des Pädagogischen Landesinstituts für die Belange der ‚Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)‘ einsetzen. Dabei werden sie auch durch das Umwelt- und das Bildungsministerium unterstützt. Sie sorgen schon heute dafür, dass Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und Artenschutz an unseren Schulen nicht nur erlernt, sondern erlebbar werden. Das tun sie mit sehr viel Engagement und dafür danke ich ihnen ausdrücklich.“

Die zweitägige Tagung in Koblenz stand unter dem Motto: „Schulgarten – Grenzenlos Lernen in einer begrenzten Welt“. Am Dienstag besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Best-Practice Schulen. Am Mittwoch folgten unter anderem ein Impulsvortrag des Biologen, Schriftstellers und Philosophen Dr. Andreas Weber mit der Überschrift „Lasst Leben in die Schule“ sowie 12 Workshops, die die vielen verschiedenen Facetten von Schulgärten aufzeigten.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://nachhaltigkeit.bildung-rp.de/fileadmin/user_upload/nachhaltigkeit.bildung-rp.de/Schulgarten/Einladung_Landesschulgartentag_RLP_2019.pdf