Hubig: Unterrichtsversorgung wird sichergestellt / Voraussetzungen für schnellere Digitalisierung geschaffen

Zur gemeinsamen Pressekonferenz des Landeselternbeirats, der rheinland-pfälzischen Lehrerverbände und Gewerkschaften erklärt Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig:

 

„Die Corona-Pandemie hat unsere Schulen vor eine nie gekannte Herausforderung gestellt. Sie haben das vergangene Schuljahr gut gemeistert. Wenn das Infektionsgeschehen weiterhin niedrig bleibt, werden wir das Schuljahr 2020/2021 im Regelbetrieb starten. Dafür werden wir zusätzliche Mittel und zusätzliches Personal zur Verfügung stellen.

Dafür werden wir zusätzliche Mittel und zusätzliches Personal zur Verfügung stellen. Dazu ermitteln wir derzeit die Bedarfe und werden diese mit unterschiedlichsten Maßnahmen – von Teilzeitaufstockungen über Vorabzusagen und Vertretungskräfte – decken.

Auch die Digitalisierung muss im kommenden Schuljahr zügiger vorangehen. Dafür haben wir jetzt die Voraussetzungen geschaffen: Als KMK-Präsidentin habe ich mich bei Bundesbildungsministerin Anja Karliczek deshalb dafür eingesetzt, dass die Anträge schneller gestellt werden können. Jetzt können die Medienkonzepte der Schulen nachgereicht werden – die Mittel aus dem DigitalPakt Schule werden damit deutlich schneller dort ankommen, wo sie gebraucht werden, bei unseren Schulen.

Darüber hinaus gilt: Die digitale Ausstattung darf keine Frage der Bildungsgerechtigkeit sein. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass seit dieser Woche über das Sofortausstattungsprogramm des DigitalPakts Schule 24,1 Millionen Euro zusätzlich für unsere Schulträger zur Verfügung stehen. Damit sollen Schülerinnen und Schüler ausgestattet werden, die bislang kein digitales Endgerät zuhause zur Verfügung haben.

Und auch an der digitalen Ausstattung unserer Schullandschaft arbeiten wir im kommenden Schuljahr mit Blick auf den Fernunterricht weiter. In unser erfolgreiches Landesprogramm Medienkompetenz macht Schule haben wir mit 266 weiteren Schulen jetzt auch insgesamt zwei Drittel unserer Grundschulen integriert.

Multiprofessionelle Teams sind wichtig. Wir haben die Mittel für Schulsozialarbeit in den vergangenen Jahren deutlich aufgestockt und werden diesen Weg – auch mit Blick auf Schulpsychologen und Schulgesundheitsfachkräfte – weitergehen. Darin bin ich mir mit dem Landeselternbeirat einig und dafür setze ich mich auch weiter ein. Das gilt ebenso für eine gute Unterrichtsversorgung, die wir seit Jahren stetig verbessern, bei den Grundschulen sogar bereits auf mehr als 100 Prozent. Das sieht man unter anderem daran, dass Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich die kleinsten Grundschulklassen hat und sich die Schüler*in-Lehrkraft-Relation immer weiter verbessert.“

Die Bildungsministerin betonte abschließend: „Ich begrüße das gemeinsame Engagement des Landeselternbeirats, der rheinland-pfälzischen Verbände und Gewerkschaften. Seit Beginn der Corona-Pandemie stimme ich mich mit dem Landeselternbeirat, der Landesschüler*innenvertretung, den Gewerkschaften und den Hauptpersonalräten in regelmäßigen Gesprächen engmaschig ab. Wir haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihr Recht auf Bildung verwirklichen können. Das können sie am besten in der Schule. Deshalb arbeiten wir alle – in unseren unterschiedlichen Verantwortungsbereichen daran, dass dies gut gelingt.“