Hubig: Gute Angebote und Unterstützung für ukrainische Kinder und Jugendliche schaffen / Weitere Materialien & Kurse für Schulen

„Die vertriebenen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die jetzt aus der Ukraine nach Rheinland-Pfalz kommen, sind hier herzlich willkommen. Sie haben zum Teil Schlimmes erlebt und müssen jetzt behutsam begleitet werden, auch in Schulen und Kitas“, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig am Sonntagmittag.

„Aktuell treffen wir mit allen Beteiligten – der Schulaufsicht, dem Pädagogischen Landesinstitut, dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung sowie den Kommunen – die Vorbereitungen dafür, dass die ukrainischen Kinder und Jugendlichen auch unsere Schulen und Kitas besuchen können. Dazu gehören beispielsweise die Einrichtung von Deutsch-Intensivkursen sowie das Angebot von Ukrainisch als Herkunftssprachenunterricht. Zudem wollen wir es ukrainischen Lehrkräften, die nach Rheinland-Pfalz kommen, für diese Zeit ermöglichen, hier zu unterrichten“, sagte die Ministerin und ergänzte: „Allen kreisfreien Städten und Landkreisen sowie den Erstaufnahmeeinrichtungen schicken wir Poster mit Informationen und QR-Codes mit weiterführenden Links. Dort ist dann beispielsweise auch die Broschüre ‚Das Schulsystem in Rheinland-Pfalz‘ in Ukrainisch zu finden, so dass sich Eltern und Kinder auch über unser Schulsystem informieren können. Für die Anmeldegespräche stellen wir den Schulen darüber hinaus einen deutsch-ukrainischen Fragebogen zur Verfügung“, erklärte Hubig.

Auch das Pädagogische Landesinstitut (PL) baut seine Angebote mit Blick auf den Ukraine-Krieg weiter auf. Neben den bereits vorhandenen Maßnahmen wird das PL zusätzliche Fortbildungen und Materialien unter anderem zu den Themen „Willkommenskultur, Ankommen, Wir alle“, „Trauma und Krieg“, „Sprachförderung“, „Lernpotentialanalyse“, aber auch spezielle Formate mit Fokus auf anstehenden Herausforderungen für Schulleitungen anbieten. Die Schulpsychologischen Beratungszentren sind in die Fortbildungen eingebunden und stehen den Schulen bei Nachfragen zur Verfügung.

„Die Kultusministerkonferenz hat sich am vergangenen Donnerstag ebenfalls mit dem schrecklichen Krieg gegen die Ukraine befasst und eine enge Zusammenarbeit sowie die Einsetzung einer Task Force vereinbart, um die Herausforderungen in den Ländern möglichst schnell und gut zu bewältigen. In diesem Zusammenhang konnten wichtige Aspekte beim Treffen mit der ukrainischen Generalkonsulin aus Hamburg besprochen werden“, berichtete die Ministerin.

„Wir alle arbeiten daran, den ukrainischen Kindern und Jugendlichen das Ankommen zu erleichtern und ihnen entsprechende Strukturen zu schaffen“, betonte Hubig, die sich abschließend bei allen Beteiligten sehr herzlich für ihr großes Engagement bedankte.

 

Link zu den Materialien des Pädadogischen Landesinstituts