DigitalPakt Schule: Start des Antragsverfahren in Rheinland-Pfalz

„In den letzten Monaten wurde bundesweit viel über den DigitalPakt berichtet. Wir haben zusammen mit unseren Partnern, der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), dem Pädagogischen Landesinstitut und der Schulaufsicht die Zeit seit der Bund-Länder-Vereinbarung effektiv genutzt, Schulträger und Schulleitungen informiert und das Antragsverfahren entwickelt“, teilte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig anlässlich des Starts des Antragsverfahrens für die Mittel aus dem DigitalPakt Schule in Rheinland-Pfalz mit.

„Leben und arbeiten werden immer digitaler – darauf müssen wir junge Menschen vorbereiten. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und wir kommen ihr nach. Es ist uns in kürzester Zeit gelungen, die Voraussetzungen für die Umsetzung des DigitalPakts Schule in Rheinland-Pfalz zu schaffen. Ich bedanke mich bei allen, die das möglich gemacht und dafür viel Zeit und Arbeit investiert haben. Dieses hohe Tempo wollen wir halten, damit bald die ersten Schulen von den Mitteln des DigitalPakts profitieren können“, so die Bildungsministerin.

Über 240 Millionen Euro aus den Bundesmitteln entfallen in den nächsten fünf Jahren auf Rheinland-Pfalz. Zusätzlich hat das Land seine Mittel für das digitale Lernen und Lehren im Doppelhaushalt verdreifacht, die digitale Bildung in Rheinland-Pfalz profitiert dadurch doppelt: Während die Bundesmittel schwerpunktmäßig in die Förderung der digitalen Infrastruktur fließen und damit die Schulträger bei ihrer Verantwortung für die digitale Ausstattung unterstützen, investiert das Land unter anderem in die Qualifizierung von Lehrkräften: Die Aus- und Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer wird digitaler. Außerdem hat das Land sein Engagement bei der System- und Anwendungsbetreuung, die originäre Aufgabe der Schulträger ist, von drei auf sechs Millionen Euro jährlich verdoppelt. Zur medienpädagogischen Lenkung und digitalen Weiterentwicklung erhält außerdem jede Schule in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit eine digitale Koordinatorin oder einen digitalen Koordinator zu benennen, die die Umsetzung der digitalen Bildung in ihrer Schule innerhalb des Kollegiums auf Augenhöhe betreuen und dafür eine Stundenermäßigung erhalten.

„Es ist gut, dass das Geld vom Bund jetzt fließen kann. Wir unterstützen Schulträger und Schulen dabei, dass es nachhaltig und sinnvoll investiert wird. Unser Leitsatz ist, dass das pädagogisch Sinnvolle vor dem technisch Machbaren stehen muss. Dafür brauchen Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulträger Beratung und Anleitung, die wir ihnen auf unterschiedlichen Ebenen zur Verfügung stellen. Grundlage ist dabei unsere Agenda ‚Digitale Bildung entscheidet‘ als Teil der rheinland-pfälzischen Strategie für das digitale Leben“, sagte Hubig. Zudem hat das Ministerium eine Orientierungshilfe zur digitalen Infrastruktur an Schulen veröffentlicht, die eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bildungsministeriums sowie Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Spitzen erarbeitet hat.

Nachdem Rheinland-Pfalz bereits im Juli als eines der ersten Bundesländer seine Förderrichtlinie verabschiedet hatte, hat das Bildungsministerium gemeinsam mit der ISB als Projektträger bei vier regionalen Informationsveranstaltungen in Trier, Koblenz, Mainz und Speyer die Schulträger über den Ablauf des Förderverfahrens informiert. Parallel wurde seitens der ISB die Infrastruktur geschaffen, damit die Schulträger ab sofort online Anträge stellen können.

Alle weiteren Informationen und Dokumente zum DigitalPakt Schule in Rheinland-Pfalz finden Sie unter https://digitalpakt.rlp.de.

Die Online-Plattform für das Antragsverfahren erreichen Sie über die Seiten der ISB unter https://isb.rlp.de/digitalpakt-schule.