Baden-Württemberg unterstützt Rheinland-Pfalz mit Schulpsychologen bei der Bewältigung der Flutkatastrophe

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig dankt ihrer baden-württembergischen Kollegin Theresa Schopper sehr für die zugesagte Unterstützung in der schwierigen Situation. Neben Baden-Württemberg haben auch das Saarland, Hessen und Schleswig-Holstein angeboten, die Schulpsychologie zu unterstützen, so dass der Schulgemeinschaften das Erlebte zum Start des Schuljahrs gemeinsam thematisieren und verarbeiten können.

Ministerin Theresa Schopper: „Die Schulpsychologinnen und -psychologen können den Kindern und Lehrkräften helfen, die traumatischen Erlebnisse der Flutkatastrophe zu verarbeiten.“

Ministerin Dr. Stefanie Hubig: „Wir sind für die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar. Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, um den Kindern und Jugendlichen in den betroffenen Regionen zu helfen.“


Bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz haben zahlreiche Menschen ihr Leben verloren, viele Menschen sind ihrer Häuser und Wohnungen beraubt worden. Auch Schulen in Rheinland-Pfalz, insbesondere natürlich im Landkreis Ahrweiler, aber auch in Trier, Mayen-Koblenz und im Schulaufsichtsbezirk Trier sind beschädigt oder zerstört. Diese schrecklichen Ereignisse und damit verbundenen Verluste sind für die betroffenen Schülerinnen und Schüler wie auch für die Lehrkräfte und die gesamte Schulgemeinschaft äußerst belastend. Aus diesem Grund hat Baden-Württemberg dem Nachbarland Hilfe zugesagt. Bei Bedarf unterstützt das Kultusministerium Baden-Württemberg bereits zum Schulstart in Rheinland-Pfalz am 30. August die schulpsychologische Krisennachsorge in Rheinland-Pfalz mit zehn Schulpsychologinnen und -psychologen aus Baden-Württemberg.

„Es ist für mich selbstverständlich, dass wir unser Nachbarland bei einer derartigen Katastrophe unterstützen. Die Unterstützung durch Schulpsychologinnen und -psychologen aus Baden-Württemberg ist ein kleiner Beitrag, der bei der Bewältigung der Nachwehen der Flutkatastrophe helfen soll. Die Psychologinnen und Psychologen können den Kindern, den Jugendlichen und den Lehrkräften dabei helfen, Wege aufzeigen und Methoden an die Hand geben, die Ereignisse als Schul- und Klassengemeinschaft zu thematisieren und zu verarbeiten“, sagt die Kultusministerin von Baden-Württemberg, Theresa Schopper. Ihre Kollegin, die Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz, Dr. Stefanie Hubig, bedankt sich für die Unterstützung: „Wir sind für die Unterstützung in dieser schwierigen Situation sehr dankbar. Neben dem Wiederaufbau liegt unser Hauptaugenmerk auf den Kindern und Jugendlichen, die die schrecklichen Erlebnisse verarbeiten müssen. Deshalb ist es eine sehr gute Nachricht, dass Baden-Württemberg, das Saarland, Hessen und auch Schleswig-Holstein uns Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für den Einsatz vor Ort zur Verfügung stellen.“ 

Vorbereitungen für Schulpsychologie laufen mit Hochdruck

Aktuell arbeitet die rheinland-pfälzische Schulaufsicht gemeinsam mit den Leitungen der betroffenen Schulen und den Schulträgern an schnellen und unbürokratischen Lösungen für die von der Flut stark beschädigten Schulen.  Die Schulpsychologie muss deshalb ebenfalls flexibel agieren und auf die Bedarfe der Schulen hin passgenaue Unterstützungsangebote erarbeiten. Dazu soll eine zentrale Koordinierungsstelle im schulpsychologischen Beratungszentrum in Mayen eingerichtet werden.

Die Schulpsychologinnen und -psychologen aus Baden-Württemberg sind für die Unterstützung der Schulen vorgesehen, vor allem im Bereich der psychosozialen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften. Konkrete Maßnahmen und Einsätze werden aktuell auf Arbeitsebene bis zum Schuljahresbeginn in Rheinland-Pfalz abgeklärt.