Seiteneinstieg in den Schuldienst

Einstellungsvoraussetzungen

Es bestehen zwei verschiedene Möglichkeiten, die fachliche Eignung für den Seiteneinstieg nachzuweisen: 

1. Hochschulabschluss in einem schulischen Bedarfsfach

  • Diplom, Magister im Hauptfach, Master einer Universität oder
  • ein vergleichbarer Hochschulabschluss

in der Regel zusätzlich in einem zweiten Lehramtsfach 

  • Vordiplom oder
  • Zwischenprüfung oder
  • Bachelor oder
  • vergleichbare Leistungen (Nachweis von ca. 40 Semesterwochenstunden oder 60 Leistungspunkten)

Für die Fächer Bildende Kunst und Musik ist für die Lehrämter an Realschulen plus und Gymnasien grundsätzlich kein zweites Fach nachzuweisen. 

2. Erste Staatsprüfung für ein Lehramt, wovon eins der beiden Fächer ein Bedarfsfach sein muss

zusätzlich für ein Lehramt an allgemeinbildenden Schulen

  • eine danach absolvierte mindestens zweijährige Berufstätigkeit im pädagogischen oder fachlichen Bereich oder
  • eine mindestens zweijährige Kindererziehungszeit

Der Einsatz kann nur in einer Schulart erfolgen, für die die Erste Staatsprüfung berechtigt.

Hospitation an einer Schule

Die Hospitation an einer Schule ist vor Einstellung möglich und zu empfehlen.

Auswahlverfahren
  • Prüfung der fachwissenschaftlichen Voraussetzungen (Kolloquium, sofern die Nachweise älter sind als fünf Jahre)
  • Eignungs- und Auswahlgespräch (Hinweise zum Eignungsgespräch als PDF-Dokument)
Pädagogische Zusatzausbildung

Einsatz
Maßgeblich ist die für das Lehramt geltende Unterrichtsverpflichtung, davon ¾ Einsatz im Unterricht und ¼  Freistellung für die Ausbildung im Studienseminar

Ausbildungszeit
24 Monate (davon 6 Monate Probezeit)

Ausbildungsorte und Ausbildende

  • am Studienseminar für das jeweilige Lehramt: Fachleiterinnen und Fachleiter
  • an der Einsatzschule: Mentorinnen und Mentoren

Ausbildungselemente

  • Intensivphase am Studienseminar
  • regelmäßige Seminarveranstaltungen in beiden Fächern und im "Berufspraktischen Seminar"
  • Unterrichtsbesuche mit anschließender Beratung
  • Beratungsgespräche mit allen an der Ausbildung Beteiligten

Prüfungen
  • nach einem Jahr: mündliche Überprüfung zu Grundlagen der Pädagogik sowie Allgemeinen Didaktik und Methodik
  • etwa nach 18 Monaten: Beurteilungen durch Fachleitungen, Seminar- und Schulleitung
  • im letzten Halbjahr: Prüfungsunterricht pro Fach sowie je eine halbstündige mündliche Prüfung pro Fach und in „Pädagogik sowie Allgemeiner Didaktik und Methodik“

Bei erfolgreichem Abschluss der pädagogischen Zusatzausbildung erfolgt die unbefristete Übernahme in den Schuldienst. In Rheinland-Pfalz sind Sie damit einer Lehrkraft mit Zweiter Staatsprüfung gleichgestellt.

    Weitere Informationen

    Überblick über die Bedarfsfächer

    Die Schulaufsichtsbezirke